Freitag, 27. Mai 2011

gaaanz viele Freundinnen...

"Das ist meine Tante, die hat gaaanz viele Freundinnen. Die ist nämlich ne echte Nonne, und die wohnt in einem Kloster, und da wohnen über hundert [Anm. d. Red.: es sind nur 65], die sehen ge-nau-so aus wie die und das sind ALLES ihre Freundinnen." So stellte mich mein jüngstes Patenkind Katharina - mit dem Finger auf mich zeigend - kürzlich ihrer Freundin vor, was zur Folge hatte, dass ich vor Lachen fast die Treppe runtergefallen wäre. Und irgendwie ist es verrückt - dieser kindliche Erklärungsversuch des Ordenslebens geht mir auch fast eine Woche später noch nach, nachdem ich schon seit ein paar Tagen wieder zurück im Kloster bin.
"…das sind ALLES ihre Freundinnen" - so geht es mir während des Chorgebetes, bei unseren gemeinsamen Mahlzeiten, bei kurzen Begegnungen und Gesprächen zwischen Tür und Angel durch den Kopf, und das auch und gerade bei den Mitschwestern, mit denen ich mich schwer tue - meinen "speziellen Freundinnen". Und immer wieder bringt mich dieser Gedanke zum Lächeln und taucht die Begegnungen und Gespräche in ein anderes Licht.
Natürlich haben wir im Kloster uns einander nicht ausgesucht, wir sind eben keine Freundinnen, sondern Schwestern - und genau wie bei leiblichen Schwestern ist unser friedliches Zusammenleben zuweilen eine echte Herausforderung. Wie es auch sei, Katharinas köstliche Inspiration hat mir auf jeden Fall einen kleinen Lichtblick im alltäglichen Miteinander mit meinen "Freundinnen" geschenkt, die mir in den letzten Jahren doch alle sehr ans Herz gewachsen sind.
Sr. M. Ursula

Dienstag, 24. Mai 2011

"Ich habe dich bei deinem Namen gerufen."

Letzte Woche bekam ich eine Einladung zur Profess einer Freundin, die bei der Gemeinschaft von Jerusalem ist. Über diese Einladung habe ich mich zum einen gefreut, weil Sr. Sarah-Marie mir schon bei der Einkleidung ein Vierteljahr voraus war. Sie berichtete mir damals so freudig davon, dass ich alle Bedenken ob des weißen Ordenskleides, des Schleiers,... über Bord warf und mich auch auf meine Einkleidung freute.
Zwei Jahre später kann ich sagen, dass ich allen Grund hatte, mich auf die Einkleidung und den Noviziatsbeginn zu freuen und deswegen freue ich mich auch darauf, ihre Profess in wenigen Wochen live und in Farbe miterleben zu können.
Zum anderen habe ich mich aber auch über die Einladung gefreut, weil es noch einen ganz wunderbaren Begleitbrief dazu gab, in dem Sr. Sarah-Marie davon schrieb, dass sie bewundere, wie wir Apostolat und Gebetsleben, die eigenen Ansprüche und die der Gemeinschaft zusammen bringen und so unseren Weg gehen. Diese Worte haben mich sehr gefreut, bewundere ich doch immer die monastischen Gemeinschaften, die sich so dem Gebetsleben widmen, die sich oft so zurück ziehen, in der Einsamkeit Gott suchen. Das finde ich beeindruckend, wäre es doch wohl niemals mein Weg, würde mich dieses Leben wahrscheinlich von der ersten Minute an völlig überfordern.
So wurde mir mit diesem lieben Brief mal wieder deutlich, wie aufregend es ist, dass jede und jeder von uns einen ganz eigenen Namen und einen ganz eigenen Ruf hat, der genau passend ist für ihn oder so. So merke ich, dass ich mich bei uns genau richtig fühle und finde es wunderbar, wenn z.B. Sr. Sarah-Marie das für sich und ihre Gemeinschaft sagen kann. Wie schön, dass es diese Vielfalt gibt und wir in dieser Vielfalt miteinander leben und unsere Erfahrungen teilen können.
Und so freue ich mich auf die Begegnungen mit der Gemeinschaft von Jerusalem, aber auch mit allen anderen, die ich dort und anderswo treffen werde.
Sr. Kerstin-Marie

Donnerstag, 19. Mai 2011

Loslassen

Vorgestern Abend berichtete mir ein Gast von einem Einbruch, der erst vor kurzem bei ihm passiert war. Dabei hatten die Einbrecher einge Dinge mitgenommen, manches davon war für den Gast wichtiger, manches war wertvoll, manches von einem besonders großen idellen Wert, weil seine Eltern es ihm vor einigen Jahren geschenkt hatten. Die Aussichten, dass das Diebesgut wieder zu ihm zurück kommt, sind leider sehr schlecht, so dass er sich damit abfinden muss, dieses Geschenk seiner Eltern nicht mehr wieder zu bekommen.
Bestimmt kennt jeder ähnliche Fälle, wo man etwas hergeben muss, was vielleicht keinen besonderen materiellen Wert hat, an dem man aber doch irgendwie hängt. So ging es mir, als ich mich vor meinem Eintritt entscheiden musste, was ich mitnehme ins Kloster und was ich weggebe und so geht es jedem, der zwischendurch mal seine Wohnung oder Zelle gründlicher aufräumt.
Wenn einem etwas genommen wird, ist es natürlich wesentlich härter, aber die Grundaufgabe bleibt die gleiche: Sich einzuüben ins Loslassen. Sich immer wieder zu fragen, was ich wirklich brauche, um glücklich zu sein. Dem nachzugehen, was für mich Leben in Fülle ist. Danach, so denke ich, muss ich mich dann strecken, danach kann und soll mein Herz verlangen, von allem anderen, kann ich mich, wenn auch schweren Herzens und unter Seufzen und Zähneknirschen, trennen, aber das oder der eine, an dem gilt es festzuhalten.
Da ist es dann wohl richtig, mit Augustinus zu sagen: "Unruhig ist mein Herz, bis es ruht in Dir." oder, mit Hermann Hesse: "Wohlann denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!"
Sr. Kerstin-Marie

Montag, 16. Mai 2011

Freundschaft im Orden

Wie Sr. Ursula bereits im letzten Post angekündigt hat, waren Sr. Johanna und ich letzte Woche mal wieder unterwegs. Dieses Mal zur letzten OP-Studienwoche in diesem Reigen, vor zwei Jahren war ich zur ersten OP-Studienwoche in Speyer. Hier waren wir auch dieses Mal wieder, wo wir eine wunderbare Unterkunft im Exerzitienhaus des Institutes fanden.
Weil es thematisch um Freundschaften zwischen Männern und Frauen gehen sollte, waren auch die Novizen aus Worms dabei, was zum einen dafür sorgte, dass unsere Gruppe aus 13 Personen bestand und zum anderen das Thema Freundschaft zwischen Männern und Frauen auch praktisch ein bisschen besser beleuchtet werden konnte.
Sr. Raphaele Gasser und P. Franz Müller brachten uns bis mittwochs die große und beeindruckende Freundschaft zwischen Jordan von Sachsen und Diana von Andalo näher. Von ihnen sind leider nur noch die Briefe Jordans an Diana erhalten, von denen wir einige lasen, wobei Sr. Raphaela und P. Franz uns als Experten immer wieder auf die Sprünge helfen konnten.
So weisen diese Briefe hin auf eine sehr tiefe Freundschaft, in der, da wir nur seine Seite kennen, Jordan nicht davor zurück schreckt, tiefe Gefühle für Diana zu beschreiben. Da die Beziehung der beiden von Anfang an im Orden sehr geschätzt wurde, gehen wir davon aus, dass es keine exklusive Angelegenheit war, sie immer offen waren für Christus und Dritte. Uns ermutigte das Eintauchen in diese Beziehung, über unsere Beziehungen heute ins Gespräch zu kommen, so dass die Lebensnähe dieses Themas auf der Hand lag.
Praktisch erlebten wir darüber hinaus die Freundschaft im Orden bei einem Besuch bei den Schwestern in St. Magdalena und den Mitbrüdern in Worms, wo es zu einem spontanen Grillen kam...
Im zweiten Teil der Woche, jetzt waren wir Schwestern "unter uns", wie das Bild zeigt, befassten wir uns näher mit Katharina von Siena und Raimund von Capua, wobei das Gewicht durch unsere Referate eindeutig auf Katharina und ihrer Zeit lagen. Auch das unendlich interessant, so dass das letzte Wort rund um Katharina noch nicht gelesen und gesprochen ist.
Nach den Tagen in Speyer, wo wir uns wirklich wohl fühlten - vielen herzlichen Dank an Sr. Carola und die Schwestern des Institutes - wartete auf uns schon der nächste Teil der familia dominicana: Das Studentat war zum Formationswochenende bei uns zu Gast, weswegen wir am Samstag Abend ganz unbedingt eine gemeinsame Rekreation bei uns im Noviziat ansetzen mussten. Da zeigte sich wieder, dass das Leben als Dominikaner-in geprägt ist von wunderbaren Begegnungen und Beziehungen. Wie schön, dass wir miteinander auf dem Weg sind.
In diesen Tagen kehrt bei uns nun auch wieder ein bisschen Ruhe ein, ehe die nächsten Begegnungen mit den Mitbrüdern und -schwestern am 4. Juni auf dem Plan stehen.
Sr. Kerstin-Marie

Sonntag, 8. Mai 2011

pralles Leben

"Ach, bei denen ist bestimmt tote Hose" - wird vielleicht der eine oder die andere gemeint haben, weil wir in der vergangenen Woche hier im Blog fast gar nichts von uns hören ließen. Um solch abwegigen Gerüchten entgegen zu wirken, gibt es nun mal eine Kurz-Zusammenfassung der vergangenen Tage die - wie ich bereits jetzt befürchte - wohl so lang werden wird, dass nur die treuesten, ja, die allertreusten Leser auch wirklich bis zum Ende durchlesen werden.
Da wäre zunächst einmal der denkwürdige Montag zu nennen. An diesem ganz "normalen" Montag durften wir hier in Kloster Arenberg gleich einen zweifachen Ohren- und Seelenschmaus genießen: Zum einen feierten wir nämlich das Hochfest unserer Hl. Katharina von Siena nach, da wir sie am 29. April wegen der Priorität der Osteroktav definitiv nicht gebührend würdigen konnten. Worüber wir uns besonders freuten, war die musikalische Mitgestaltung der Vesper durch unseren Mitbruder P. Thomas Möller OP, der dazu extra aus Mainz angereist kam. Ich kann nur sagen - eine Gänsehaut jagte die andere, es war schlichtweg himmlisch dominikanisch :-)
Doch damit nicht genug: am gleichen Abend fand in unserer Klosterkirche eine Konzertlesung mit Martin Schleske und dem Violinisten Alban Beikircher statt. Und das kam so: Vor einiger Zeit entdeckte Sr. M. Scholastika durch "Zufall" in einer Koblenzer Buchhandlung Martin Schleskes Buch "Der Klang - vom unerhörten Sinn des Lebens", und ich erinnere mich noch, wie sie mir erzählte: "Du, ich hab da ein Buch entdeckt, ich glaube, das ist ganz ganz schön!". Inzwischen habe ich dieses Buch - nein, nicht gelesen, sondern vielmehr durchgekaut und meditiert, im Konvent hören wir es zur Begeisterung Vieler während unserer Mahlzeiten als Tischlesung. Und es ist nicht "nur" ganz ganz schön, ich kann ohne Übertreibung sagen, dass ich noch nie etwas vergleichbar Tiefes und Ein-leuchtendes gelesen habe wie die dort niedergeschriebenen Gedanken. Besonders spannend finde ich die Tatsache, dass dieses Werk nicht etwa - wie man meinen könnte - aus der Feder eines Theologen stammt, sondern von einem Münchener Geigenbaumeister, der in seiner Arbeit an den Instrumenten ergreifende Gleichnisse gefunden hat für unser Leben, für unsere Berufung zum Mensch-Sein und den Weg Gottes mit uns. So war es mir und uns natürlich eine große Freude, den Autor nebst begnadetem Violinisten einmal persönlich kennen zu lernen - die eindrückliche Konzertlesung, besonders aber auch den anschließenden Gedankenaustausch im Klosterkeller werden wir sicherlich so schnell nicht vergessen :-)
Nach einem anstrengenden Sitzungstag am Dienstag hieß es für mich und den Rest der OP-Jugend am Mittwochmorgen erst einmal ganz unchristlich früh aufstehen. Bereits um 04:45 Uhr klingelte der Wecker, wenig später schon saßen wir im Zug Richtung Kordel (nahe Trier), von wo aus wir an diesem Tag zusammen mit dem Bistums-Noviziat nach Trier St. Matthias pilgern wollten. Auf dem knapp 20 km langen Weg wurden wir begleitet von P. Hubert Wachendorf OSB, dessen Impulse mindestens so geist-reich waren wie sein Humor und seine fürsorglichen Präventionsmaßnahmen gegen Herz- Kreislauf-Attacken und Übelkeiten aller Art. Nach ca. 7 wunderschönen Stunden des Unterwegs-Seins zogen wir planmäßig um kurz nach 16 Uhr durch das Hauptportal in St. Matthias, versammelten uns am Apostelgrab, schmetterten dort mit vereinten Kräften das Te Deum und empfingen den feierlichen Segen. Nachdem wir bei einem liebevollst bereiteten Imbiss wieder zu Kräften gekommen waren, mit den Benediktinern die Vesper gebetet und Eucharistie gefeiert hatten, machten wir uns am Abend totmüde, aber unendlich froh und dankbar auf den Heimweg.
Nach einer nur unbedeutend längeren Nacht ging es am Donnerstagmorgen munter weiter. Sr. M. Stephana hatte die vereinten Kräfte der OP-Jugend für Oberhausen erbeten, wo am Freitag mit Pauken und Trompeten die Einweihung des neuen Vincenzhauses gefeiert wurde. Den ganzen Donnerstag waren wir also damit beschäftigt, Blumensträußchen zu binden, Festgarnituren abzuwaschen, zu schmücken und alles für den nächsten Tag festlich herzurichten. Nebenbei gab es natürlich - wie wir das von Oberhausen inzwischen kennen - nette Begegnungen und Gespräche mit der entzückenden "Dorfjugend" und den Priestern der Pfarreien, den Bewohnern und Mitarbeitern des Vincenzhauses - pralles Leben eben.
Abgerundet wurde diese ereignisreiche Woche durch einen Besuch des Rickenbacher Kirchenchores, der an diesem Wochenende einen Ausflug nach Koblenz gemacht hat, und uns heute morgen hier auf dem Arenberg in der Hl. Messe u.a. mit der Missa brevis in G von W. A. Mozart beglückte.
So, das war nun also die "Kurz"-Berichterstattung der vergangenen Tage, deren Stoff sicherlich dazu ausreichen würde, sich einen ganzen Monat lang nicht zu langweilen. Während Sr. Kerstin-Marie und Sr. M. Johanna ab morgen an einer Noviziats-Werkwoche in Speyer teilnehmen werden, freue ich mich nun sehr auf einige Tage stinknormalen Alltag, bevor ich dann am kommenden Samstag wieder einmal ein paar Tage in die Ferien abtauchen darf.
Den tapferen Lesern, die bis zum Ende durchgehalten haben, wünsche ich nun eine gute gesegnete dritte Osterwoche und sende herzlichste Grüße vom schönen Arenberg ;-)
Sr. M. Ursula
P.S. Ach so, natürlich gibt es auch mal wieder ein paar nette Fotos zu sehen, und zwar hier:



Montag, 2. Mai 2011

Männer...

Papst Johannes Paul II. wurde gestern in Rom seliggesprochen.

Als Jugendliche wurde mir ein Zettel zu gespielt: er beinhaltete tiefgreifende Erfahrungen, die damals, selbst noch Kind, Karol Wojtyła machen durfte und die ihn zeitlebens geprägt haben. Auf diesem besagten Papier war ein kniender Mann abgebildet mit dem Hinweis, wie sehr Karol angerührt war, wenn er seinen Vater beten sah. Kniend. Diese Haltung hat ihn noch tiefer in den Glauben hineinsinken lassen.

Auch mir ging es unter die Haut, ich erinnere mich, wenn ich Vater im Gottesdienst beten sah. Kniend. Dieser starke Mann, der für uns alle eine Schulter hatte, vor allem für unsere schwerst erkrankte Mutter. Eine Schulter. Einen Arm, auf dem er sie auch trug, wenn ihre Beine nicht mehr gehen konnten.

Ein Herz. Eine solch beeindruckende Liebe. Dieser starke Mann, der auch weinen konnte. Mit beiden Füßen auf dem Boden der oft harten Realität des Alltags, ohne die bekannte Verhärtung „Indianer kennen keine Schmerzen“.

Letzthin begegnete mir diese Größe wieder. In der Musik Camille Saint-Saëns. Zwei vertonte Gebete zur Muttergottes: „Sub tuum Praesidium“ (Unter deinen Schutz und Schirm …) und „Ave Maria“. Wenn ich diese Gesänge höre, sehe ich meinen Vater, sehe ich Männer in ihrer Sanftmut und Gewaltlosigkeit - u.a. Frère Roger Schutz, Papst Benedikt XVI., Hermann Hurni, mein alter Heimatpfarrer … die anderen verrate ich nicht …

Man mag mich belächeln, aber ich staune immer wieder, dass Männer solch innige Musik komponieren können. Mit so viel Zartheit, mit so viel Herz …
Sr. M. Scholastika

Alles neu macht der Mai

Zwar wird ja in Klöstern gerne für die Ewigkeite gebaut, aber irgendwann ist es auch bei uns so weit: Es muss renoviert werden. Und so wird in einem Rundumschlag fast alles gemacht. Vom Refektorium über den Vorchor bis zu den Fluren, so dass sich in den nächsten Wochen einiges ändern wird. Mit den ersten Änderungen üben wir uns nun schon eine gute Woche, seitdem sind nämlich das Refektorium und der Mantelraum ausgeräumt, sowie alle Infotafeln, Bilder, Madonnen und Kreuze von der Wand genommen. Mit dem Refektorium sind wir deshalb ins Erholungszimmer gezogen, schließlich müssen wir ja immer noch essen. Das hatte z.B. am Freitag den großen Vorteil, dass wir die Gelegenheit hatten, die royale Hochzeit in England verfolgen zu können, was im alten Refektorium nicht gegangen wäre. Außerdem bringt die ungewohnte Situation gerade den positiven Nebeneffekt mit sich, dass es eigentlich noch keine Stammplätze gibt und sich so bei jeder Mahlzeit neue und spannende Tischgruppen zusammen finden. So entdeckte ich z.B. am Freitag Abend zwei royale Kennerinnen in unserem Konvent, was ich vorher gar nicht wusste.
Allerdings führt die geänderte Situation auch zu Chaosanteilen, so musste ich z.B. heute morgen einmal im Kreis laufen, bis ich herausgefunden hatte, welche Bücher wir heute brauchten, bis ich alles eingesammelt hatte und schließlich in der Kirche war. Und jetzt sind gerade schon die Männer dabei, den alten Fußboden heraus zu reißen, so dass wir uns eh ganz neue Wege suchen müssen.
Ostern hat mit Lebendigkeit und Bewegung zu tun, so hörten wir es in der Osteroktav in einer Einleitung zur Messe. So passt es ja, dass wir gerade jetzt mit den Renovierungsarbeiten begonnen haben, bleiben wir doch täglich neu in Bewegung, lernen uns ganz neu kennen und dürfen gespannt sein, wie dann eines Tages alles wird, wenn alles fertig ist.
Bis dahin laufen wir sicher noch ein paar Mal in die falsche Richtung, suchen Bücher, Teller und Tassen, können uns dann aber auch auf das neue Refektorium und den neuen Vorchor freuen - Bilder werden sicher folgen.
Sr. Kerstin-Marie