Donnerstag, 31. März 2011

Absturz in den Himmel

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, gestern Abend im Mariensaal, nachdem Dario Pizzano uns beim Klosterforum seine Lebensgeschichte und vor allem seine überwältigende Gotteserfahrung am 28. November 2005 erzählt hatte. Vor einem dreiviertel Jahr hatte sein Buch "Exzess - Meine zwei Leben" mir bereits eine schlaflose Nacht bereitet, da es mich so gefesselt hat, dass ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Dario Pizzano, der in seiner ganzen Jugendzeit so ziemlich alle Abgründe  durchlaufen hat, durfte am absoluten Nullpunkt seines Lebens Gott begegnen - diesem Gott, von dessen Existenz er vorher nicht einmal etwas geahnt hat. Dieses überwältigende Erlebnis, sein "Absturz in den Himmel" gab seinem Leben eine radikale Wende - wie er selbst sagte: "Alles wurde schöner, aber nichts wurde leichter". Mich und uns alle hat das Glaubenszeugnis dieses Mannes, seine Ehrlichkeit und Klarheit zutiefst berührt und bewegt - es ist eben doch etwas anderes, ob man nur ein Buch liest, oder den Menschen dahinter live erleben darf. Und ganz nebenbei freuen wir uns sehr darüber, dass es Dario Pizzano in Kloster Arenberg so gut gefallen hat, dass er gerne wiederkommen möchte - man darf also gespannt sein auf weitere Begegnungen und - wer weiß? - vielleicht sogar gemeinsame Projekte.
Von Herzen danken wir ihm für sein beeindruckendes Glaubens-zeugnis und wünschen ihm und seiner ganzen Familie Gottes reichen Segen auf seinem weiteren Weg.
Sr. M. Ursula
P.S. wer gestern nicht dabei sein konnte und mehr über ihn und seinen Weg erfahren möchte, kann sich im Internet die Sendung "Hof mit Himmel" anschauen...

Montag, 28. März 2011

glauben und bleiben

Wenn man es nicht wüsste, man würde es garantiert übersehen und dran vorbeilaufen - es ist gerade mal etwa 2 qm "groß", befindet sich im Keller hinter einer unscheinbaren Tür, und ist doch ein ganz wichtiger Ort in unserem Mutterhaus: das kleine Kellerkapellchen in der Küche. Für heutige Verhältnisse ist es fast unvorstellbar, dass unsere Mitschwestern sich im zweiten Weltkrieg Tag und Nacht voller Angst dorthin zum Gebet zurückgezogen haben, und unsere im letzten Jahr verstorbene Sr. Maria Caritas dort am 19. März 1945 sogar ihre erste Profess ablegte.
Auch heute noch, nach inzwischen mehr als 60 Jahren wird dieser "heilige Boden" und vor allem die dort stehende Schmerzhafte Mutter besonders von unseren Küchenschwestern gehegt und gepflegt. Und einmal im Jahr, an jedem 27. März, dem Tag des Kriegsendes in Arenberg, erinnern wir uns in der Hl. Messe dankbar daran, dass unser Mutterhaus in den letzten Tagen des Krieges weitgehend verschont geblieben ist. Da der 27. März in diesem Jahr auf den Sonntag fiel, feierten wir den Gedenktag heute, und ich muss sagen, angesichts der derzeitigen Weltsituation ging er mir noch einmal ganz anders unter die Haut. Im Gebet verbanden wir uns intensiv mit den vielen Menschen, die heute voller Angst "im Keller" sitzen, besonders natürlich in Japan und Libyen. Und mir wurde neu bewusst, was vielleicht unser wichtigster Dienst im Kloster ist - nämlich, was die Schweizer Benediktinerin Silja Walter in ihrem "Gebet des Klosters am Rande der Stadt" auf unverwechselbare Art und Weise ausgedrückt hat:
Zu glauben und zu bleiben sind wir da, – draußen, am Rand der Stadt.
Herr, jemand muss dich aushalten, dich ertragen, ohne davonzulaufen.
Deine Abwesenheit aushalten, ohne an deinem Kommen zu zweifeln.
Dein Schweigen aushalten und trotzdem singen.
Dein Leiden, deinen Tod mit aushalten und daraus leben.
Das muss immer jemand tun mit allen anderen und für sie. (…)
Das ist unser Dienst: Dich kommen sehen und singen.
Weil du Gott bist.
Weil du die großen Werke tust, die keiner wirkt als du.
Und weil du herrlich bist und wunderbar, wie keiner.
(Silja Walter)
Sr. M. Ursula

Samstag, 26. März 2011

suchen - hören - lieben

Den heutigen Tag verbrachten wir auf die quasi schönste Art und Weise, wie man ihn als Teil der familia domincana nur verbringen kann: Auf Einladung der Mitbrüder waren wir heute in Worms und konnten dort die einfache oder erste Profess von fr. Adam, fr. Christian Johannes und fr. Tobias Rafael miterleben.
Man kann sich wohl vorstellen, dass das von a bis z ein Fest der Sinne war: Bekannte Mitbrüder und -schwestern treffen und gemeinsam zu erleben, wie drei von uns sich an den Orden binden. Dazu die schöne Kirche in Worms, der wunderbare Gesang, außerordentlich berührende Lesungen und eine rundum bewegende Liturgie.
In seiner Predigt ging der Provinzial P. Johannes Brunnenberg darauf ein, dass die ausgewählten Lesungen deutlich machen würden, was das Leben eines Predigerbruder ausmache: suchen - hören - lieben.
Da ich die erste Lesung lesen durfte, hatte ich auch noch das Glück einen so guten Platz zu haben, dass ich die Profess bis ins Detail verfolgen konnte. Das war dann schon ein Highlight für mich, wird es doch jetzt auch für mich so ganz langsam ernst. Da tut es wirklich gut und macht Mut sowie Lust, wenn man sieht, wie bewegend der Moment ist, wenn der Mitbrüder die Hände in die des Provinzials legt, die Konstitutionen darauf gelegt werden und er dann Gehorsam für drei Jahre verspricht.
Schön war natürlich auch die Begegnung im Anschluss, wobei wir uns sehr gefreut haben, Sr. Sponsalis Flacke live und in Farbe kennenzulernen, die uns bislang nur virtuell bekannt war.
Ein rundum gelungener Tag also, der mich voll freudiger Erwartung in Richtung September blicken läßt.
Unseren Mitbrüdern fr. Adam, fr. Christian Johannes und fr. Tobias Rafael wünschen wir alles Gute und Gottes Segen auf ihrem weiteren Weg als Predigerbrüder!
 Sr. Kerstin-Marie

Mittwoch, 23. März 2011

Zu Gast im Kloster

Zur Zeit haben wir Besuch von drei Schülerinnen des Theresianums in Mainz. Während ihre Schulkollegen gerade über dem Abitur schwitzen und sie eigentlich frei haben könnten, erkunden Annika, Miriam und Lena das Leben bei uns. Früh aufstehen, viel beten, Rosenkranzgebet kennenlernen, erfahren, warum wir uns wann und wie verneigen, entdecken, dass Schwestern auch einen Account bei Facebook haben. Daneben wird gerade ziemlich viel gelacht, wenn wir alle zusammen im Noviziat um den Tisch sitzen. Und so ist das, denke ich, gerade eine gegenseitige Bereicherung. Die drei erfahren etwas über unser Leben und wir erfahren etwas über das Leben "draußen" von Leuten, die, wenn überhaupt, halb so alt sind wie die jüngsten von uns ;-) Nachdem sie heute morgen feste in der Hauswirtschaft mitgeholfen haben, konnten sie heute nachmittag allerhand Fragen rund ums Thema Kloster abfeuern und dabei noch einen eigenen Rosenkranz knüpfen, der direkt danach zum Einsatz kam.
Heute Abend lockten dann noch Fitnessraum und Schwimmbad, was will man eigentlich mehr von so einem Klosteraufenthalt?
Mal sehen, was der morgige Tag uns noch bringt und wer es morgen früh um 6.15 Uhr zur Meditation schafft.
Sr. Kerstin-Marie

Samstag, 19. März 2011

rundum erneuert

"Ich wünsche Ihnen ein gutes Abtauchen in der nächsten Woche, eine gesegnete Besinnungszeit und ein rundum erneuertes Auftauchen am kommenden Samstagmorgen!"
…mit dieser netten E-Mail verabschiedete mich Dr. Hofmeir, unser Seelsorge-Leiter in Kloster Arenberg, am Ende der vergangenen Woche in die Stille vor meiner zweiten Professerneuerung. Und wenn ich auf die letzten Tage zurückschaue - besser hätte man es gar nicht ausdrücken können ;-)
Aber nun mal von vorne: "abgetaucht" bin ich zusammen mit 25 unserer Mitschwestern aus verschiedenen Konventen am vergangenen Samstag, genau einen Tag nach der verheerenden Naturkatastrophe in Japan. In die Stille zu gehen, statt in Fernsehen und Internet die Entwicklungen dort zu verfolgen, fiel mir anfangs sehr schwer, doch irgendwann wurde mir bewusst, dass Information nicht alles ist, und es vielleicht auch viel wichtiger ist, wenn wir die leidenden Menschen dort im Herzen tragen und mit ins Gebet nehmen als hilflos in den Fernseher zu starren. Und genau das taten wir dann auch…
Zu meiner großen Freude begleitete uns unser Mitbruder Pater Adrian Schenker OP aus der Schweiz durch die Tage. "Siehe, ich bin gekommen, Deinen Willen zu tun" - ausgehend von diesem Vers aus Psalm 40 betrachteten wir die Woche über unter verschiedensten Aspekten, was es denn konkret heißen kann, "den Willen Gottes zu tun" und wie wir diesem Willen auf die Spur kommen können. Dabei ging mir vor allem der Gedanke nach, dass jede unserer Handlungen, mag sie noch so klein und unbedeutend scheinen, diesen "Adel", diese Würde bekommen kann, Erfüllung des Willens Gottes hier auf dieser Erde zu sein. Uns diesen Heilswillen Gottes zu eigen zu machen, seine Weisungen zu verinnerlichen, uns Ihm mit Leib und Seele anzuvertrauen und zwar nicht so, wie wir gerne wären, sondern als die, die wir sind, das ist der "wahre und angemessene Gottesdienst", wie es Paulus im Römerbrief (Röm 12,1) ausdrückt. Mich hat es wirklich fasziniert, wie es Pater Adrian durch eine sehr feinfühlige Art und Weise gelang, dieses hehre Wort "den Willen Gottes tun" ganz radikal in unseren ganz konkreten Alltag, in unsere alltäglichen Verrichtungen herunter zu brechen.
Bereits in seinem Einführungsvortrag brachte er einen wie ich finde eindrücklichen Vergleich: Wenn eine Mutter mit ihrem Baby redet, versteht der kleine Säugling zunächst noch nichts, trotzdem redet und redet die Mutter ohne Unterlass mit dem Kind. Irgendwann gibt es dann einen Punkt, da beginnt das Kind zu verstehen. Es begreift (zum Beispiel, wenn es sein Fläschen leer getrunken hat): jetzt habe ich etwas getan, was meiner Mutter Freude macht. Das ist etwas unglaublich Schönes: Dass ein Gedanke, ein Gefühl, das in mir lebendig ist, auf mein Gegenüber übergeht - so wie das Gefühl der Mutter auf einmal beim Baby "ankommt" - das Baby beginnt zu hören und zu verstehen. Und genauso "redet" Gott unablässig zu uns mitten im Alltäglichen. Das ist ein abgrundtiefes Geheimnis. Der Gedanke Gottes geht auf uns über, Er hat uns ein inneres "Ohr" gegeben und wir können verstehen, was Sein Wille ist und ihn auch tun können.
Ja, die letzten Tage waren für mich ein großes Geschenk, einerseits wegen der hervorragenden Impulse, aber auch weil ich spürte, wie sich der Frühling nicht nur in unserem Klostergarten, sondern auch in meinem Innern mehr und mehr die Bahn brach. So fühlte ich mich heute Morgen tatsächlich rundum erneuert, als ich in der Heiligen Messe wieder "auftauchte" und erneut meine zeitliche Profess in die Hände unserer Generalpriorin ablegen durfte. Und einmal mehr bin ich mir bewusst geworden: diesen intensiven Weg mit Gott in dieser unserer Gemeinschaft zu gehen, ist für mich - bei allem Schweren, Mühsamen, Nervigen, was es natürlich wie in jeder anderen Lebensform auch immer mal wieder zu tragen gibt - nichts anderes als pures Glück.
Sr. M. Ursula

Freitag, 18. März 2011

Von ekklesialen Elementarteilchen, der Blumentopf-Church und Tigern im Tank


Gestern Abend hatten wir die Gelegenheit, zu einem Vortrag von Christian Hennecke zu gehen, der u.a. das Buch "Kirche, die über den Jordan geht" geschrieben hat. Dieses haben wir vor einiger Zeit als Tischlesung gehabt und so war bei uns das Interesse groß, den Autoren live und in Farbe zu erleben.

Mittwoch, 16. März 2011

sich bescheiden

Gestern Abend war P. Pieler SAC bei uns, um mit uns die Messe zu feiern. Auf Wunsch einer Mitarbeiterin feierten wir sie für die Menschen in Japan, die unter den Folgen der furchtbaren Katastrophe leiden müssen.

In seiner Einführung betonte P. Pieler, dass das Erdbeben, der Tsunami und die Folgen uns zeigen, wie unberechenbar die Natur doch letztendlich ist und wie klein wir Menschen ihr gegenüber doch sind. Außerdem wies er darauf hin, dass beides gleichzeitig nicht geht: Wir können nicht auf der einen Seite Energie und Ressourcen verbrauchen als gäbe es kein Morgen und auf der anderen Seite Atomkraftwerke, deren Technik unbeherrschbar sind, abschalten.

Montag, 14. März 2011

Fastenzeit

Die Fastenzeit ist über uns herein gebrochen und nachdem wir so großartig Karneval gefeiert haben, geht es jetzt deutlich ruhiger zu. Das ist deutlich sichtbar daran, dass wir letzten Dienstag in einer Blitzaktion das Refektorium vom Karnevalsschmuck befreiten und es danach irgendwie wirklich leer wirkte. Dazu kommt noch, dass zur Zeit 16 Schwestern unseres Konventes an den Schwesternexerzitien teilnehmen und deswegen nicht mit uns im Refektorium essen. So ist es, selbst wenn Erholung bei Tisch ist und wir eigentlich sprechen, gleich viel stiller und alles geht viel schneller. Ein Erlebnis, das irgendwie ganz gut, finde ich, zur Fastenzeit passt, gerade im Gegensatz zur Karnevalsparty. Da, wo wir gerade noch gefeiert haben, geht es jetzt viel ruhiger zu und gleichzeitig sind wir da gar nicht so lange zusammen. Das bringt den Effekt mit sich, das auf einmal Zeit ist für andere Dinge, wie z.B. dem Frühling nachspüren und in der milden Luft die ersten Narzissen suchen gehen, Gedanken zur Fastenzeit nachhängen oder mal wieder in der Zelle entrümpeln.
Und damit wird an diesem kleinen Beispiel ja eigentlich ziemlich gut deutlich, was die Fastenzeit im Grunde sein will: Eine Zeit, in der Alltägliches oder das, was mich beansprucht noch einmal von einer anderen Seite angeschaut wird, in der Dinge auch mal ruhen können bzw. zurück gefahren werden. Aber niemals nur um der Sache willen, sondern weil auf einmal der Kopf frei wird für anderes, weil jetzt die Zeit da ist, andere Gedanken zu denken und Neues auszuprobieren, weil...
Dass die Fastenzeit jedoch keine spaßfreie Zeit sein muss, zeigte sich dann gestern Abend, als wir zum ersten Mal im Noviziat UNO spielten, vielleicht auch ein Resultat daraus, dass wir gerade andere Dinge machen als sonst.
Sr. Kerstin-Marie

PS: Natürlich freue ich mich darauf, wenn die Exerzitantinnen wieder zurück in den Konvent kommen, auch wenn es dann vielleicht wieder ein bisschen lauter wird und länger dauert beim Essen. Am schönsten ist es doch, wenn alle da sind.

Donnerstag, 10. März 2011

Sag's durch die Blume

…oder wie Kritik auch Freude machen kann - das habe ich gerade eben erfahren. Vielleicht sollte ich vorweg einmal offen und ehrlich bekennen, dass die Sr. M. Ursula, die in der Fastnachts-Schürzensitzung als "Trudi Maier aus Wadgassen" das Wort an die Schwestern richten durfte, nicht gerade zu den ordentlichsten Menschen zählt, die Gott erschaffen hat. Der gute Wille ist meist da, aber dann kommen eben doch 1000 ganz dringende Dinge dazwischen, die mich am Aufräumen hindern. Und so kam es auch, dass ich am Montag mal wieder vergessen habe, Trudi Maiers Schuhe aus dem Erholungszimmer wegzuräumen. Sehr zur "Freude" unserer Schwester M. Arnoldine, die heute eben diesen Raum für den heute anreisenden Exerzitienkurs herrichten sollte. Sie entdeckte die herrenlosen Schuhe und konnte natürlich nicht ahnen, wer sie dort vergessen hatte. Eine detektivische Aufklärungsaktion ergab recht bald eine heiße Spur in Richtung "Besuch aus dem Saarland"…
Nichtsahnend von dieser morgendlichen Großfahndung kam ich eben nach dem Mittagessen an meine Zelle und musste erstmal richtig lachen. Dort standen nämlich die Schuhe - wie es bei uns sonst am Barbaratag üblich ist - liebevollst mit Bonbons gefüllt vor meiner Tür. Ehrlich - ich hätte es nicht weniger als angemessen gefunden, wenn die gute Sr. M. Arnoldine, die sowieso mehr als genug zu tun hat, mir nach dieser Aktion die Schuhe einfach um die Ohren gehauen hätte - umso mehr aber hat mich diese äußerst charmante Weise des Kritikübens berührt und gefreut, und wird mich sicherlich mehr zur "Umkehr", d.h. zu größerer Achtsamkeit bewegen als alles andere.
Sr. M. Ursula, die hiermit feierlich Besserung gelobt und außerdem froh ist, solch liebe, verständnisvolle Mitschwestern zu haben.

ganz Ohr

Behütet und von Ihrem Gebet getragen sind Schwester Maria und ich aus Bolivien mit vielen Eindrücken in die Heimat zurückgekehrt. Zuinnerst bleiben sie haften und haben ihre eigene Wirkung.
Eine „Begegnung“ ist bei mir besonders stark hängen geblieben: es ist die Begegnung mit dem Gekreuzigten in der Kapelle von Comarapa. Christus zeigt sich mit Wunden und Striemen.Was mich jedoch in den Bann gezogen hat, waren die gut sichtbaren Ohren Jesu. Eine verborgene Botschaft, die aufmerken lässt.

Montag, 7. März 2011

Von Lebensweisheiten, Super-Ministranten und Modenschauen

Gestern Abend um 18.30 Uhr war es dann so weit: Unsere Karnevalssitzung im Refektorium wurde mit einer Polonaise eröffnet und dann gings rund. Nach dem traditionellen Karnevalstoast mit Sr. Roswitha an den Geräten jagte eine Nummer die andere, wobei wir manchmal gar nicht wussten, wer sich eigentlich genau hinter welchem Kostüm verbarg. Sr. Wernfried hatte einen grandiosen Auftritt als Super-Ministrant, womit sie uns alle mal wieder völlig überraschte, Sr. Irmlinde sang für und mit uns, die Schwestern aus dem Noviziatskonvent führten die neueste Mode vor, es war Besuch aus dem Saarland da, der uns verdeutlichte, wie gut wir es doch ohne Mann haben, dazu kam Besuch aus der Schweiz, Grüße aus Rom, Berichte vom Leben einer Handwerkergruppe, Lebensweisheiten, gewürzt mit Pfefferkörnern, Gerichtsverhandlungen usw. Es war ein wirklich buntes Programm, das viel Freude gemacht hat und in dem auch die tagespolitische Lage nicht außer acht gelassen wurde: Während die einen betonten, dass sie ihre Rede nicht abgeschrieben hätten, fanden sich auch KT-Sympathisantinnen in unseren Reihen.
Dieses kleine Filmchen sagt hier wahrscheinlich mehr als Worte:

Sonntag, 6. März 2011

Es tobt Prinz Karneval

Während es im Gästehaus ganz ruhig und friedlich zugeht und in der Kapelle gerade Anbetung ist, macht sich in der Klausur so langsam die Narretei breit. Gestern Nachmittag hörten wir, wie sich der Arenberger Zug aufstellte, leider hatten wir den in unseren Planungen irgendwie übersehen, so dass wir da nicht hingehen konnten. Stattdessen besorgten wir noch über 100 Luftballons, die dann am Abend aufgeblasen wurden, al einige jecke Schwestern das Refektorium karnevalstauglich machten. So kann heute Abend um 18.30 Uhr die Sitzung beginnen, die den großen Sitzungen in Köln, Düsseldorf und Mainz sicher in nichts nachstehen wird.
Indiz dafür war das Schmücken, das an und für sich schon eine lustige Party war, so dass wir schon ganz gespannt wird, wie es heute Abend wird. Schließlich wurden dafür schon jede Menge Nummern geprobt, Kostüme zurecht gemacht, gebügelt und anprobiert und schonmal angeschunkelt, damit heute alles reibungslos funktionieren kann. Vielleicht wird ja auch noch das Tanzbein geschwungen, was allerdings aufgrund der etwas höheren "Üsi-Dichte" in entsprechendem Tempo zu erfolgen hat.
Bilder und Berichte werden dann selbstverständlich wieder hier eingestellt, bis dahin sagen wir:
uiuiuiuiuiuiuiui - auauauauauauauau - HELAU - ALAAAF
Sr. Kerstin-Marie

Freitag, 4. März 2011

Wenn alle Brünnlein fließen

Ein weiterer großer Spaß in den Wohngruppen des Vincenzhauses war das Singen von alten Volksliedern. Aus meiner Zeit als Wölflingsleiterin sind mir zwar eher solche Lieder wie "Der Papagei ein Vogel ist" bekannt, aber irgendwie tief drin in meinen Gehirnzellen waren noch die Lieder aus der Grundschule, von zu Hause und sonstwoher vergraben - wie sagte neulich jemand zu mir: Was man einmal gelernt hat, das bleibt immer im Gehirn.

Dienstag, 1. März 2011

Ende gut,...

Ein beliebter Pausenfüller der vergangenen vier Wochen war bei den Bewohnern der Wohngruppen Barbara und Maria "Sprichwortergänzen". Meine größte Herausforderung dabei war es, mir möglichst viele Sprichwörter einfallen zu lassen, Gott sei Dank gab es da aber Hilfe von Seiten der Alltagsbetreuerinnen. Sicher wissen alle, wie das angefangene Sprichwort aus der Überschrift weiter geht, so das klar ist, dass das Praktikum bei den "Dementis" in Oberhausen großartig war.