Freitag, 25. Februar 2011

glückliche Heimkehr

Nach vier langen Wochen machte sich heute ein siebenköpfiges "Sondereinsatzkommando" vom Arenberg auf den Weg zum Frankfurter Flughafen, um dort unsere beiden Weltenbummler in Empfang zu nehmen. Wir alle freuen uns riesig, dass Sr. M. Scholastika und Sr. Maria wieder heil von ihrer Visitationsreise durch Bolivien zurückgekehrt sind, wünschen den beiden in den kommenden Tagen ein gutes Wiedereinleben zuhause und freuen uns natürlich sehr auf die Reiseberichterstattung ;-)

Samstag, 19. Februar 2011

ein kleines Wunder

Also sollte bei uns im Kloster tatsäch-lich mal so etwas wie "nor-maler Alltag" einkehren, dann gibt es immer noch fünf Anwohner, die das auf unvergleichlich kreative Art zu verhindern wissen. So hat unsere Mia, die ungekrönte Königin der Herzen, mir bzw. uns in der letzten Woche einen gehörigen Schrecken eingejagt.

Sonntag, 13. Februar 2011

sind wir noch zu retten?

Wieder einmal hält sie uns in Atem - unsere kirchliche Situation in Deutschland, und noch selten ist sie mir so unter die Haut gegangen wie in diesen Tagen. Da gibt es immer wieder lautes Getöse aus den verschiedensten Richtungen - mal von Seiten der Theologieprofessoren, dann wieder von Seiten der Bischöfe - man bombardiert sich gegenseitig mit Vorwürfen, und die viel geforderte Verständigung hört in den allermeisten Fällen genau da auf, wo jemand eine andere Meinung vertritt. Oder ist es etwa normal, dass man in verschiedenen kirchlichen Kreisen Gefahr läuft, sofort in die Schublade der "Ewig Gestrigen" eingeordnet zu werden, sobald man sich in diesen Tagen pro Zölibat äußert?

Montag, 7. Februar 2011

Sie lebt noch...

Zur Zeit weile ich in unserem schönen Vincenzhaus in Oberhausen im Praktikum und kann nach einer Woche sagen: Es ist ne Wonne! Tagsüber bin ich in den beiden Wohngruppen der Dementen und bin quasi die Bespaßerin vom Dienst. Das heißt, wir spielen UNO für Leute mit Demenz, Mensch-ärgere-dich-nicht, mit Wasserbällen auf  Tischen, reden über Zootiere, leckeres Gebäck, singen Fahrtenlieder,... Das ist für mich ein großer Spaß, auch wenn es natürlich nicht immer ganz einfach ist, zu erleben, wie die einfachsten Dinge mental eine Herausforderung sein können, dass jemand so gar nicht mehr weiß, was er ca. eine Stunde zuvor gegessen hat usw. Und gerade da wird deutlich, wie wichtig die Arbeit mit den Menschen ist und macht ja auch sooo viel Spaß! Das sind dann ja doch lauter Schätzchen, mit denen es eine Wonne ist, den Tag zu verbringen.
Ganz ähnlich geht es mir mit Oberhausen generell. Sicher nicht die Gewinnerstadt des Ruhrgebiets, aber eben Ruhrgebiet, das hat so ein Flair. Im Ruhrbistum gibt es einfach auch eine bestimmte Spiritualität, die ich sehr mag, ich mag unseren Schwesternchor hier, unsere Kirche, den Konvent, das Essen,...
So werde ich also meine Tage bis Ende Februar in vollen Zügen genießen, vor allem, wenn es dann, wie heute Abend, zwischenzeitlich auch mal eine Milchsuppe gibt, dann ist mein Glück perfekt.
In diesem Sinne: Glück auf!
Sr. Kerstin-Marie

Samstag, 5. Februar 2011

der unbegreifliche Gott

Wir wurden von Ihm ins Leben gerufen, glauben an Ihn, hoffen auf Ihn, sind von Ihm im Innersten berührt, lieben Ihn so, dass wir Ihm bzw. der Suche nach Ihm unser ganzes Leben geweiht haben - und doch ist und bleibt Er natürlich auch für uns der Ganz-Andere, Fremde, Unbegreifliche GOTT. Die Frage, warum es - vorausgesetzt es gibt diesen liebenden Gott - so viel Leid auf dieser Welt gibt, und warum Er, der All-mächtige tatenlos zusieht, wenn Gerechte leiden müssen und wir uns gegenseitig das Leben zur Hölle machen, ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit. Genauso wie es uns wohl auch ein Leben lang unbegreiflich bleiben wird, was es heißt, von Ihm bedingungslos gewollt, geliebt und angenommen zu sein.