Montag, 24. Januar 2011

Zwischenstopp in Arenberg

Nun sind wir schon seit einigen Tagen wieder in Arenberg gelandet, aber es brauchte doch noch ein bisschen, bis alle Gedanken hier ankamen, so dass jetzt erst die Nachberichterstattung beginnen kann.
Schließlich gab es da noch ein Firmwochenende mit lauter entzückenden jungen Menschen aus Binningen und Bottmingen, das ich nicht verschweigen möchte.
Thematisch standen Glaube Zweifel im Vordergrund, wobei ich wieder einmal sehr beeindruckend fand, was die Jugendlichen bewegt, was ihnen wichtig ist, was ihnen heilig ist und woran sie glauben. Besonders wichtig, und das finde ich auch wichtig, war ihnen natürlich die Erfahrung von Gemeinschaft, unbekannte Menschen kennen zu lernen, neue Runden zu bilden und am liebsten die ganze Nacht hindurch miteinander Spaß zu haben, zu reden und die Welt zu retten. Das ist leider nicht immer ganz kompatibel mit den Abläufen im Kloster, wo der Tag beginnt, wenn die Jugendlichen am liebsten erst ins Bett gehen würden, aber alle sind dann doch ganz gut miteinander klar gekommen. Letztendlich ist die Erfahrung von Gemeinschaft ja auch Erfahrung von Kirche und deshalb generell zu fördern.
Ziemlich müde, aber sehr beglückt gings dann am Sonntag ja weiter nach Oberhausen, wo bereits der Punk abging und wir von einem ordentlichen Begrüßungskomitee am Bahnhof abgeholt wurden. Nach einer nochmal kurzen Nacht gings dann am Montag mit dem Umzug los, wobei wir eigentlich eher dazu gebucht waren, eine gute Atmosphäre zu verbreiten, die "schwere" Arbeit war also schon getan. Und so konnte ich in den kommenden Tagen schonmal in meine Aufgabe während des Praktikums, das nächste Woche beginnen wird, hineinschnuppern. In der Wohngruppe "Maria", in der im Moment Bewohner leben, die alle dement sind, war ich tagsüber dafür da, ansprechbar zu sein, mit ihnen zu sein und sie, falls möglich, zu beschäftigen. Dabei versuchten wir uns im UNO-Spiel, was zwar die ein oder andere Hilfestellung brauchte, dann aber doch ganz gut klappte. Ab nächste Woche wird das dann für vier Wochen meine Wirkungsstätte sein, worauf ich sehr gespannt bin.
Nun sind wir also seit Donnerstag erstmal wieder hier, verarbeiten Eindrücke, holen Schlaf nach und ich mache mir schonmal Gedanken über nette Sachen in der Wohngruppe "Maria", auf die ich mich freue.
Sr. Kerstin-Marie

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