
Derzeit feiert das Bistum Trier sein Bistumsfest, die Heilig-Rock-Tage. Gestern war der Tag der Jugend und ich hatte das große Glück, dabei sein zu können. Gemeinsam mit einem Kollegen habe ich einen Workshop mit dem Thema "Firmung auf Facebook? Firmvorbereitung und neue Medien" angeboten und war bei touch-me-Gott.live vertreten. Beim Workshop, in dem wir uns mit den Teilnehmern Gedanken darüber gemacht haben, welche Möglichkeiten das Internet in der Sakramentenpastoral bietet, waren wir erstaunt, wie viele Menschen den Weg in den versteckten Tagungsraum gefunden haben und haben festgestellt, dass das Thema wirklich wichtig ist und viele Leute bewegt. Sehr schön war zu Beginn die Frage des Abtes von Himmerrod: "Was ist eigentlich Facebook?" So unterschiedlich ist also der Zu- und Umgang mit dem Internet.
Aber das war nur ein Aspekt von weiteren an diesem Tag, den ich sehr genossen habe. Ich fands toll, dass dieses Mal beim Tag der Jugend richtig viel los war und die Jugendlichen ganz verschiedene Sachen machen konnten, wie z.B. beim Projektchor für die Ministrantenwallfahrt nach Rom, beim Musical, bei Diskussionen, den Ständen der Jugendverbände. Dazu war das allerbeste Wetter aufgeboten, was natürlich auch zur Stimmung beitrug.
Ich fands natürlich sehr schön, ganz viele alte Bekannte und Kollegen wieder zu treffen, die ich ja nun schon lange nicht mehr gesehen hatte und die mich zum großen Teil ja auch noch nicht als Schwester gesehen hatten. Da merke ich, dass ich im Bistum Trier doch zu Hause bin, wenn ich meine Herkunft auch nicht verleugnen kann.
Sehr schön war zum Abschluss des Tages auch die Messe mit Bischof Stephan Ackermann. Dieses Jahr zum ersten Mal in der Form, so dass der Dom richtig voll war. Der Besuchsdienst verteilte Sitzkissen für die, die auf Stühlen und Bänken keinen Platz mehr fanden, überall waren Bildschirme und Leinwände aufgestellt, auf denen die Liedtexte und Bilder aus Bolivien zu sehen waren, Vertreter der verschiedenen Jugendverbände hatten den Gottesdienst mit vorbereitet, der am Nachmittag gebildete Projektchor sang aus voller Kehle und so war alles sehr, sehr schön.
Auf der Rückfahrt hatte ich dann noch eine außerordentlich nette Begleitung durch einen Freund und Kollegen, so dass es ein wirklich gelungener Tag war.
Gleichzeitig habe ich erfahren, dass es gut ist, als junge Ordensfrau in der Öffentlichkeit zu sein, sei es, dass Jugendliche erleben, dass wir ganz normal sind, sei es, dass Menschen die Möglichkeit haben, uns unverbindlich anzusprechen, sei es, dass wir auffallen, so dass vielleicht der ein oder andere nochmal in Erinnerung gerufen bekommt, dass es ja auch diese Lebensform noch gibt, sei es, dass wir unsere Erfahrungen mit dem Internet teilen und weitergeben.
Sr. Kerstin-Marie