Mittwoch, 26. Mai 2010

grün

Jetzt hat es uns wieder, das "grüne" Kirchenjahr. Seit gestern sind alle Stundenbücher wieder umgesteckt, im Antiphonale muss nicht mehr so viel geblättert werden und liturgisch zieht nun im Grunde wieder der Alltag ein. Eigentlich schade, singe ich doch so gerne das dreifache Halleluja als Antiphon der Sext oder freue ich mich an den schönen Responsorien der Osterzeit. Aber die ruhen jetzt wieder bis zum nächsten Jahr. Deswegen habe ich am Montag auch feierlich Abschied von ihnen genommen...
Als ich gestern Morgen dann aber die Laudes in meiner Zelle am offenen Fenster betete, weil ja dienstags Ausschlaftag ist und wir die Laudes da still beten, da kam mir in den Sinn, dass die "normale" Zeit aber nach der Osterzeit auch ein Vorbote des Sommers ist. Eben so wie gestern Morgen, als es 22,5 Grad in meiner Zelle waren und ich mich beim Beten von einem kühlen Lüftchen erfrischen ließ. Das geht Ostern natürlich nicht, da wäre ich wahrscheinlich erfroren. Also freue ich mich jetzt auf laue Sommerabende, die dazu einladen, draußen zu sitzen, luftige Mittage, an denen man unter dem Kirschbaum das Mittagsschläfchen halten kann, Sonnenschein am frühen Morgen, so dass beim Aufstehen kein Licht nötig ist und heiße Tage, an denen das Schwimmbad der einzig sinnvolle Aufenthaltsort zu sein scheint. Das sind doch wirklich verlockende Aussichten, da warte ich dann auch gerne auf nächstes Jahr, bis wir wieder das dreifache Halleluja singen und freue mich an und auf den Sommer.
Sr. Kerstin-Marie

2 Kommentare:

  1. Liebe Sr. Kerstin-Marie,
    was für ein wunderschönes Bild, was für ein erfrischend alltäglicher Gedanke. Danke dafür, dass Sie es auf den Punkt bringen und in Worte fassen.

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  2. Das ist wahr.Auch wenn es jetzt eine andere Liturgie gibt, hat jede Sache eben auch ihr Gutes...

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