ans Herz gewachsen und ich bin ganz beglückt davon, was Gott für mich bereit hält. So feiere ich dieses Pfingstfest in ganz geistbeseelter Weise und freue mich, dass ich quasi die letzten zehn Tage der Osterzeit so intensiv verbringen durfte.Sonntag, 31. Mai 2009
Dem Weg auf der Spur
ans Herz gewachsen und ich bin ganz beglückt davon, was Gott für mich bereit hält. So feiere ich dieses Pfingstfest in ganz geistbeseelter Weise und freue mich, dass ich quasi die letzten zehn Tage der Osterzeit so intensiv verbringen durfte.Freitag, 29. Mai 2009
Feuer und Flamme
Pfingsten - das "Geburtstagsfest" unserer Kirche, erinnert an den Tag, an dem die Jünger nach dem Tod und der Auferstehung Jesu den Heiligen Geist auf sich herabkommen spürten. Von diesem Moment an hielt sie nichts mehr zurück, von diesem Moment an begriffen sie endlich, worum es Christus im Tiefsten ging.
Die Pfingsterzählungen im Neuen Testament, sie hören sich heute für unsere Ohren recht fremd an. Da wird in der Apostel-geschichte bildhaft von Feuerzungen gesprochen, von einem Brausen, einem heftigen Sturm (Apg 2, 1-3). Die Jünger waren plötzlich so be-geistert, dass sich in die Verwunderung der Menschen um sie herum recht bald auch Spott mischte: "Sie sind vom süßen Wein betrunken", warf man ihnen vor (Apg 2, 13).
Pfingsten, Herabkunft des Heiligen Geistes - alles nur Einbildung, eine schöne Illusion? Ich halte es jedenfalls für extrem unwahrscheinlich, dass aus den zwölf Jüngern - einer völlig verschüchterten Schar von Angsthasen - die sich nach dem Tod Jesu in ihre vier Wände einsperrten, ganz plötzlich tapfere Verkünder der frohen Botschaft werden, die sich großmütig lieber ins Gefängnis sperren und umbringen ließen, als von dem zu schweigen, was sie als die Wahrheit erkannt hatten. Ich bin überzeugt, da musste wirklich etwas Existentielles vorgefallen sein, was mit menschlichen Worten nur ganz unzulänglich zu beschreiben ist. Ja, die Jünger waren nach dieser Erfahrung wohl wirklich trunken - trunken von der überwältigenden Gewissheit der Gegenwart GOTTES in ihrer Mitte.
Dass auch wir uns in diesen Tagen wieder neu entflammen lassen vom Geist Gottes, der nichts anderes will als dass wir das Leben in Fülle haben, das wünsche ich uns allen von Herzen!
Sr. M. Ursula
- die Fesseln der Angst sind gesprengt,
das Leben zum österlichen Leben befreit,
die Liebe endlich entfacht im Herzen der Welt.
Geburt der Kirche
- Fest des Wirkens GOTTES mitten unter uns,
in uns erblüht und aufgelodert.
Geburt der Kirche
- Durchbruch der göttlichen Macht in unserem eigenen Sein.
Durchbruch des unverbrauchten Lebens GOTTES,
Durchbruch der österlichen Kraft.
Geburt der Kirche
Pfingsten
-Urkraft der Liebe.
Bewegung zwischen Vater und Sohn.
Atem GOTTES in der Welt:
Geburt der Kirche
Montag, 25. Mai 2009
Christus im Rücken
Nach dem Gottesdienst waren alle eingeladen zu einem Empfang ins Priesterseminar, wo ich viele alte Bekannte getroffen habe und mir noch einmal neu bewusst wurde, wie schön es ist, als Kirche gemeinsam unterwegs zu sein.
Sr. M. Ursula
Montag, 18. Mai 2009
Angekommen
Auf jeden Fall ist hier immer was los und Sr. Maria macht den Eindruck, als könnte sie bei mancher lustigen Veranstaltung ganz vorne mit dabei sein. Wir freuen uns also sehr, dass sie jetzt bei uns ist und wünschen ihr, dass sie sich bei uns wohl fühlt, immer wieder auch den lieben Gott trifft - so sagte sie heute zu Dr. Gerber: "Wo der liebe Gott ist und die Futterquelle, das weiß ich schon." - und glücklich ist.
Kerstin
Sonntag, 17. Mai 2009
Gottesfreundschaft
Wie geht es nun weiter? - diese Frage stand am Sonntagmorgen im Raum, und dabei wurde vor allem der Wunsch regelmäßigeren Treffen und mehr Vernetzung laut. Nach einem festlichen Abschlussgottesdienst machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause in unsere Gemeinschaften - gefestigt in der Gewissheit, dass es sich auch und gerade heute noch lohnt, unserer Gottesfreundschaft im Ordensleben Ausdruck zu geben.
Fotos gibt es hier zu sehen!
Sr. M. Ursula
Besuch vom Kaplan
Aber auch allgemein war das Echo aus dem Konvent sehr positiv auf diesen Besuch, da wir die geisterfüllte Art des Messe-Feierns genossen haben und Michael sich ausserdem probehalber auf die Stelle als 1. Abtrocknerin bzw. Spülerin beworben hatte, so dass wir alle ziemlich entlastet waren. Seltsamerweise ging es beim Spülen am Abend plötzlich ganz schnell, allerdings wissen wir nicht, woran das jetzt genau lag.
Eigentlich war es da ein bisschen schade, dass ich schon am Montag nach Arenberg zur Studienwoche aufbrechen musste und wir so ein paar Stunden weniger zum Reden hatten, aber mich hat die Zeit in Arenberg außerordentlich entschädigt und ich denke, dass Michael die Ruhe bei uns noch ein bisschen genossen hat.
Auf jeden Fall sind wir einhellig der Meinung, dass er mal wieder bei uns Ferien machen darf.
Kerstin
Donnerstag, 14. Mai 2009
Dominikanische Studienwoche auf dem Arenberg
Sr. M. Ursula
Sonntag, 10. Mai 2009
ein tierisch schöner Sonntag...
Aber auch der weitere Verlauf meines ersten Sonntags in Arenberg hatte richtig Niveau: Heute nachmittag habe ich Schwester Maria Caritas auf unserer Pflegestation besucht. Sie hat ihre erste Profess mitten im Krieg wegen der drohenden Bombenangriffe im Keller abgelegt - ein Szenario, das für uns heute kaum noch vorstellbar ist. 1963 brach sie zusammen mit einigen Mitschwestern mit dem Schiff nach Bolivien auf, wo unsere Gemeinschaft einige Missionsstationen gründete, um den Ärmsten der Armen zur Seite zu stehen. Glücklicherweise haben die Schwestern damals auf dem Schiff ein "Logbuch" geführt, das ungeheuer spannend zu lesen ist und auch uns heute noch etwas Abenteuerluft schnuppern lässt. Vor einigen Jahren ist Schwester Maria Caritas wieder nach Deutschland zurück gekehrt; weit über 90 Jahre alt, ist sie körperlich nun zwar sehr schwach, aber in ihren Augen kann man immer noch diesen Glanz der "großen weiten Welt" wahrnehmen. Ihr Glaubenszeugnis berührt mich tief und für mich ist es einfach ein Geschenk, mit solchen Frauen unterwegs sein zu dürfen.
So, und morgen kommen Kerstin und Corinna zusammen mit den Noviziaten der Dominikanerinnen von Ilanz und Cazis anlässlich einer weiteren "Dominikanischen Studienwoche" zu uns nach Koblenz und ich freue mich schon riesig auf ein Wiedersehen!
Ein guten Start in die neue Woche wünscht
Sr. M. Ursula
Freitag, 8. Mai 2009
Angekommen!
Nun aber mal Spaß beiseite - wie Ihr sicherlich bemerkt habt, bin ich inzwischen gut im Mutterhaus angekommen. Ich habe hier eine schöne, ruhige Zelle mit Fenster zum Innenhof, und war schon ganz entzückt, als ich heute morgen um 5:15 Uhr statt von meinem rappelnden Wecker vom Gezwitscher einer Amsel geweckt wurde. Im Vergleich zu unserem kleinen Konvent in Rickenbach ist der Mutterhauskonvent mit seinen über 60 Schwestern natürlich riesengroß, aber da ich während meines Postulats und in der Anfangszeit des Noviziats schon einmal 15 Monate hier auf dem Arenberg gelebt habe, ist mir doch noch alles sehr vertraut, und die Umstellung ist nicht ganz so wild. Nun bin ich einfach mal gespannt, was mich hier in der kommenden Zeit alles erwartet - ich werde Euch natürlich auf dem Laufenden halten!
Sr. M. Ursula
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Donnerstag, 7. Mai 2009
Abschied von Sr. Ursula
Mittwoch, 6. Mai 2009
Abschiedsbesuch im Kloster Eschenbach
Zisterzienserinnen" im Kloster Eschenbach einen Besuch abgestattet. Die dort lebende Künstlerin Sr. M. Ruth Nussbaumer (rechts auf dem Foto) hat nicht nur eine ganze Menge Humor, sondern ist auch beneidenswerterweise in der Lage, Gefühlen und Emotionen, aber auch Erfahrungen der Nähe Gottes, die man eigentlich gar nicht in Worte fassen kann, in ihren Bildern und Plastiken Gestalt zu geben. Auf mich wirkt ein Besuch in ihrem Atelier jedes Mal wie eine "Augenmassage" und ich hoffe sehr, dass unser guter Kontakt auch über die deutsch-schweizerische Grenze hinaus erhalten bleibt...
Sr. M. Ursula
Montag, 4. Mai 2009
Of Wiederluege!
Und nun, nachdem meine Postulats- und Noviziatszeit mit der Ablegung der ersten Profess ihren Abschluss gefunden hat, heisst es wieder Abschiednehmen:
Am kommenden Donnerstag, den 07. Mai, werde ich zurück ins Mutterhaus auf den Arenberg ziehen und dort eine Aufgabe in Kräuterei und Seelsorge unseres Gästehauses übernehmen. Ja, der Abschied wird auch dieses Mal kein Zuckerschlecken, und ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich nicht nur den feinen Schweizer Käse und die leckere Schokolade schmerzlich vermissen werde ;-) Aber andererseits freue ich mich sehr darauf, mich nun ins "pralle Ordensleben" zu stürzen und die in den vergangenen Jahren angeeignete Theorie mit Leben zu füllen.
Und die guten Rickenbacher - sie haben natürlich einen festen Platz in meinem Herzen!
Sr. M. Ursula
Sonntag, 3. Mai 2009
Tag der offenen Tür
Auf besonderes Interesse stiess übrigens witzigerweise unser „Schätzspiel“, bei dem getippt werden konnte, wieviele Schwestern (inkl. Postulantinnen) derzeit in der Gemeinschaft der Arenberger Dominikanerinnen (in Deutschland, der Schweiz und Bolivien) leben. Die richtige Antwort lautete 195 – und richtig geraten hatte (zur grossen Erheiterung aller) ausgerechnet unser Gemeindepfarrer Markus Brun, der mit seinem Tipp ein Wochenende im wunderschönen Kloster Rickenbach gewonnen hat ;-)
Einige Fotoimpressionen gibt es hier zu sehen, unten könnt Ihr Euch den im Schweizer Fernsehsender Tele Tell ausgestrahlten Bericht anschauen.
Samstag, 2. Mai 2009
Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus
Nachdem in den Wintermonaten bei uns im Kloster Rickenbach kräftig renvoviert und umgebaut wurde, sind morgen, am 03. Mai, alle Interessierten aus nah und fern ganz herzlich eingeladen, sich das "Resultat" einmal in Ruhe anzuschauen. Der Tag beginnt um 10 Uhr mit einem von uns mitgestalteten Gottesdienst in der Pfarrkirche Rickenbach, in dessen Anschluss alle ganz herzlich zu einem Apéro und Gulaschsuppe ins Kloster eingeladen sind. Am Nachmittag gibt es ab 13 Uhr regelmässig Informationen zum Haus und zur Gemeinschaft der Arenberger Dominikanerinnen, natürlich ist auch für Kaffee, Kuchen und nette Unterhaltung bestens gesorgt. Unser "Tag der offenen Tür" schließt um 16:30 mit einem Segensgebet in der Kapelle.
Heute morgen haben wir uns so richtig in die Vorbereitungen gestürzt und mit vereinten Kräften die Zelte und Festgarnituren aufgebaut. Unten seht Ihr ein Foto der wohlverdienten Ruhepause des "Bautrupps" ;-)
Sr. M. Ursula
Dominikanische Studienwoche in Speyer
Neben dem Unterricht am Vormittag hatten wir aber auch die Gelegenheit, unsere Mitbrüder in Worms zu besuchen, wo das Noviziat der Dominikaner der Teutonia und der Süddeutschen Provinz ist. P. Philipp, fr. Philipp und fr. Dennis begrüssten und beherbergten uns so nett, dass wir auf ein baldiges Wiedersehen hoffen.
Nach Worms waren wir auch noch bei den Dominikanerinnen von St. Magdalena, die uns ebenso herzlich aufnahmen und uns einen ganz schönen Nachmittag und Abend bereiteten.
Wie schön ist es doch, der Familie der Dominikaner anzugehören. Nicht nur, dass unser Gründer Dominikus in meinen Augen ein echter Held ist, unsere Mitbrüder und -schwestern sind auch noch ausserordentlich nett und freundlich. So fühlten wir uns überall gleich wie zu Hause.
Kerstin