Montag, 30. März 2009

Ein Sonntag im Kloster

Damit Ihr auch einen kleinen Einblick in unser Leben bekommt, kommt hier die Beschreibung eines Sonntags in unserem schönen Kloster:
Um 6.30 Uhr beten wir das Morgengebet, die Laudes. Leider war durch die Zeitumstellung die Nacht sehr kurz... Anschließend frühstücken wir zusammen, dann spült die Jugend das Geschirr und um 8.00 Uhr feiern wir die Messe in unserer Kapelle. Da wir keinen eigenen Hausgeistlichen haben, kommt immer ein anderer Priester zu uns, was ganz abwechslungsreich ist.
Ich hatte gestern nach der Messe frei und konnte einen total entspannten Vormittag verbringen und habe in meiner Zelle gelesen. Sr. Ursula dagegen hatte Pfortendienst, manchmal muss eine auch in die Küche, um dort zu helfen.
Um 11.25 Uhr essen wir schon zu Mittag und beten anschließend das Mittagsgebet, die Sext. Danach stehen wieder die ein oder anderen Arbeiten auf dem Programm, z.B. Mittagsdienst an der Pforte bzw. bei den Gästen oder Spülen in der Küche. Ich hatte gestern aber immenses Glück und auch mittags frei! Deswegen konnte ich um 13.30 Uhr zusammen mit Sr. Scholastika und Sr. Ursula in die Fastenandacht der Pfarrei gehen.
Wieder zu Hause, haben wir um 14.30 Uhr zu Ehren unserer Sr. Friedgardis gemeinsam Kaffee getrunken und ein leckeres Stück Torte verdrückt.
Den Rest des Nachmittages habe ich damit verbracht, eine Kerze zu verzieren. Da ich auf diesem Gebiet nicht so wahnsinnig begabt bin, muss ich mir immer mit kleinen Tricks helfen ;-).
Um 17.30 Uhr beten wir alle zusammen den Rosenkranz und um 18.00 Uhr das Abendgebet, die Vesper. Anschließend gibt es Abendessen und danach das Nachtgebet, die Komplet.
Darauf folgt das Spülen und, wer mag, schaut noch Nachrichten.
An diesem Sonntag haben wir uns nach den Nachrichten mal wieder vom Noviziat getroffen und zusammen Carcassonne gespielt. Wie dem Bild zu entnehmen ist, war Sr. Ursula nicht auf der Gewinnerseite...

Damit wir nicht zu Geistern werden und vor lauter Müdigkeit ganz durchscheinend, haben wir unser
Spiel um 22.00 Uhr beendet und uns auf den Weg in unsere Zellen gemacht.

Sonntag, 29. März 2009

HUHU,

da ich jetzt schon auf einem Bild zu sehen bin, nutze ich die Gelegenheit um mich auch kurz vorzustellen. Ich heiße Jenny, komme aus Wattenscheid, also mitten aus dem (Ruhr-)Pott. Ich bin noch 31 Jahre alt, Krankenschwester und Kauffrau im Gesundheitswesen. Über die Hälfte meines bisherigen Lebens war ich Messdienerin. Am 01.06. werde ich bei den Arenberger Dominikanerinnen eintreten und mich vom Arenberg aus auf den Weg nach Rickenbach machen. Gerade bin ich sehr damit beschäftigt die letzten Versicherungen zu kündigen, meine Habseligkeiten in Kisten zu verpacken, Sachen zu verschenken oder auch zu entsorgen. Es sammelt sich doch ziemlich viel unnützer Kram an...

Dennoch: Ich tu dies alles in heiterer Gelassenheit und tiefer Freude auf den neuen Lebensabschnitt!

Bis die Tage
Jenny

Samstag, 28. März 2009

Bloß nicht ins Kloster?!

So, nun wird es mal Zeit, dass sich auch die Schw. M. Ursula mal ordentlich vorstellt. Auf dem Foto seht Ihr mich - ausnahmsweise einmal hart arbeitend - bei meinem Noviziatspraktikum, welches ich letzten Sommer in unserem Seniorenheim in Oberhausen absolviert habe.
Aber nun von vorne: Ich bin 33 Jahre alt und vor knapp drei Jahren in unsere Gemeinschaft eingetreten. Hätte mir jemand vor 10 Jahren erzählt, dass ich einmal Ordensfrau werden würde, hätte ich ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt.
Gebürtig stamme ich aus dem wunderschönen SAARLAND, genauer gesagt aus Wadgassen und habe dort vor meinem Eintritt als Apothekerin gearbeitet. Neben meiner Arbeit habe ich mich lange Zeit mit großer Begeisterung ehrenamtlich in unserer Pfarrgemeinde Maria Heimsuchung engagiert. Der liebe Gott hat in meinem Leben eigentlich schon immer eine große Rolle gespielt, doch irgendwann wurde mir klar, dass ich ihm gerne die "Hauptrolle" geben, mein Leben ganz auf Ihn ausrichten wollte. Den Gedanken an ein Leben im Kloster habe ich lange Zeit total verdrängt, weil ich einfach von Kopf bis Fuß besetzt war mit Vorurteilen. Wie soll man den bitte schön in so einer Lebensform glücklich werden?? Als ich einen Priester um Rat fragte, empfahl er mir: "Fahr doch einfach einmal in ein Kloster, dann merkst Du schon ob das was für Dich ist oder nicht...". "Warum eigentlich nicht?", dachte ich mir, und machte mich im Januar 2003 erstmals auf den Weg ins Kloster Arenberg. Dort musste ich mir schon beim allerersten Besuch eingestehen, dass sich die Gemeinschaft der Schwestern so gar nicht mit meinen "verstaubten" Vorstellungen von Ordensfrauen deckte. Im Laufe einiger Jahre des Kennenlernens wurde mir immer klarer, dass das Leben im Kloster tatsächlich mein Weg werden könnte, und so wagte ich im Juni 2006 den großen Sprung ins Postulat. Am 19. März 2007 wurde ich eingekleidet und ins Noviziat aufgenommen, eine zweijährige intensive Probezeit, die der Berufungsklärung dient.
...um mit Edith Piaf zu sprechen: "NON, JE NE REGRETTE RIEN!" (wie Ihr den untenstehenden Artikeln entnehmen könnt ;-)

Donnerstag, 26. März 2009

Unser Besuch beim Prälaten

Den ersten Ausflug mit unserer neuen Juniorin Schw. M. Ursula haben wir gleich am Tag nach der Profess gemacht und sind zu unserem Lieblingsprälaten nach Hennef gefahren.
Prälat Opheys ist ein alter Bekannter von unserer Schw. M. Hedwig und feiert seit einigen Jahren bei und mit uns in Rickenbach Weihnachten und Silvester.
Auf dem Bild, das wir vor seiner Haustür gemacht haben, ist ausserdem Jenny zu sehen, die am 1. Juni zu uns kommen wird.

Dienstag, 24. März 2009

Zur Feier meiner ersten Profess



„Aus Seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade über Gnade“ (Joh 1,16)

Am Dienstag, den 10. März war es soweit – die Rickenbacher Jubilarinnen Sr. M. Hedwig, Sr. M. Birgit, Sr. M. Luciana und ich machten uns auf den Weg auf den Arenberg. Nachdem wir am Mittwoch, dem „Tag der Begegnung“ noch etwas Zeit hatten, mit den anderen Schwestern alle möglichen Neuigkeiten auszutauschen, tauchten wir am Donnerstag ein in die Stille, bevor am Freitagmorgen die Exerzitien mit P. Johannes Füllenbach SVP begannen. In seinen Vorträgen offenbarte er uns an den darauffolgenden Tagen mit seiner überaus humorvollen Art nochmals die ganze Fülle unseres christlichen Glaubens. Er ermutigte uns zu einer „Kultur der Dankbarkeit“ und belegte an eindrucksvollen Beispielen, wie sehr allein das Bewusstsein, „Gottes geliebtes Einzelkind“ zu sein, das Leben von Menschen zu ändern vermag. Als „Hausaufgabe“ gab er uns u.a. auf, einmal unser Leben anzuschauen – die Menschen, die uns auf unserem Glaubensweg begleitet haben, die glücklichen Fügungen, die „kleinen Nebensächlichkeiten“, die doch alles entscheidend wurden… Obwohl ich ja noch zur „jüngeren Generation“ gehöre, konnte ich beim genaueren Betrachten doch nur staunen, wie viele glückliche Wendungen es in meinem Leben gab, mit denen ich niemals gerechnet hätte – wie oft sich Himmel und Erde berührten, ohne dass ich es zunächst geahnt habe.
Während ich an den ersten Exerzitientagen innerlich erstaunlich ruhig war, spürte ich am Anfang der neuen Woche doch, wie die Anspannung mehr und mehr wuchs. Überall um mich herum begannen die Fest-Vorbereitungen, und es war ein richtig seltsames Gefühl, bei alledem nichts mithelfen zu können!
Ich hatte in meinem Leben ja schon einige Prüfungen zu bestehen, doch irgendwie war meine Aufregung diesmal „existentieller“ - das war kein gewöhnliches Lampenfieber, aber es ging ja auch um nichts weniger als eine Lebensentscheidung. Über mich selbst lachen musste ich am Mittwochabend – als ich meine Mutter begrüsste und sie fragte, ob heiraten auch so „schlimm“ sei, meinte sie nur: „Viiiel schlimmer!“ – und irgendwie schaffte sie es damit tatsächlich, mich zu beruhigen.
Der Josefstag selbst war für mich so überwältigend, dass ich immer noch dabei bin, all die Eindrücke zu verarbeiten. Das grösste Geschenk war für mich persönlich, dass meine Aufregung mit Beginn der Heiligen Messe einer tiefen inneren Freude wich, die sich kaum beschreiben lässt. Ich fühlte mich einfach getragen von all den lieben Menschen um mich herum, vom Gebet so Vieler, von CHRISTUS, dem ich mich an diesem Tag ja ganz anvertrauen durfte. Ich konnte mich wirklich einlassen auf die Liturgie, war ganz gegenwärtig – und selbst der befürchtete Kreislaufkollaps blieb völlig aus ;-). Nach der Messe gab es dann Gelegenheit zur Gratulation, und für mich war es richtig schön, unter den Gratulanten so viele liebe Freunde und Leute aus meiner Heimatpfarrei begrüssen zu dürfen.
Sr. M. Ursula

Ich bin die Kerstin



Damit überhaupt erstmal klar wird, wer hier so postet, kommt schonmal von mir, Kerstin, eine kleine Vorstellung.


Ich bin die in der blauen Bluse, zusammen mit unserer Novizenmeisterin, Schw. M. Scholastika beim Festessen im Mariensaal im Mutterhaus. Gefeiert haben wir einige Professjubiläen und eine Erste Profess.


Ich bin 29 Jahre alt und seit vier Monaten Postulantin hier in der Schweiz. Bevor ich eingetreten bin, war ich Pastoralreferentin im Bistum Trier und schon immer Pfadfinderin. Das ruht jetzt gerade, denn im Postulat sind erstmal andere Sachen dran...

Montag, 23. März 2009

Ein Blog - ein Blog!

Damit alle unsere Ereignisse in Zukunft von aller Welt verfolgt werden können, haben wir jetzt auch ein Blog!
Wir sind die Ordensjugend der Arenberger Dominikanerinnen, will sagen eine Kandidatin, zwei Postulantinnen und eine Juniorin.
In unregelmässigen Abständen werden wir immer wieder mal neue Posts einstellen und berichten, was uns so umtreibt und beschäftigt.
Viel Spaß beim Lesen!